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Herausforderung öffentliche Sicherheit mit Ständerätin Karin Keller-Sutter
23. Februar, 19 Uhr, Hotel Uzwil







Die Region Uzwil braucht Visionen


Uzwil
- Ein Geisterdorf nach 19 Uhr. Am Wochenende pilgern zahlreiche Leute mit dem Auto in die Gemeinde Uzwil, um einzukaufen. Sind die Wochenrationen eingepackt, fahren die Einkäufer wieder schnell nach Hause. Junge Menschen aus der Region Uzwil verbringen ihre Nächte lieber in Gossau, St. Gallen, Winterthur oder Zürich, aber niemand würde auf die Idee kommen, am Freitag- oder Samstagabend in Uzwil zu weilen. Ausnahmen gibt es, wenn man krank ist, lernen muss oder einfach sonst gerne zu Hause bleibt. Auswärtige Bühler-Mitarbeiter, die jeden Tag nach Uzwil pendeln, lieben zwar den Technologiekonzern, können aber mit der restlichen Gemeinde überhaupt nichts anfangen. Mein kurzes Fazit: Uzwil lebt nicht, Uzwil ist tot!


Seit Jahren versuchen Gemeindepolitiker, die Halbstadt attraktiver zu gestalten. Viele glaubten, es existiere eine Strategie zur Prosperität. Uzwil Zentrum und Mühlehof wurden errichtet, aber die Industriegemeinde konnte nicht reanimiert werden. Mit einem „gut schweizerischen“ Kompromiss versucht das Establishment, ein neues Verwaltungszentrum und eine Einbahnstrasse durch den Dorfkern zu errichten. Dieser Ideen-Konsens produziert Outputs, die weder Fisch noch Vogel sind. Wahrscheinlich entstehen Fische, die nicht schwimmen können, und Vögel, die nicht fliegen können. 


Als Jungpolitiker beobachte ich des Öfteren, dass die talentierten, brillanten und visionären Altersgenossen von der Gemeinde Uzwil wegziehen, wenn sie nicht gerade für die Firma Bühler arbeiten. Der Abfluss des wertvollen Humankapitals ist hoch. Die jungen Leute sind enttäuscht vom Establishment, das mit schlafendem Schneckentempo politisiert.


Natürlich möchte ich an dieser Stelle als junger Bürger nicht nur kritisieren, sondern auch einen konstruktiven Beitrag leisten. Meine visionären Ideen wurden in den etablierten Gremien meistens blockiert, aus diesem Grund möchte ich mit Ihnen an dieser Stelle mein Wunschbild für eine ideale Region teilen.


1.)  Um auch in der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen zu können, müssen die Gemeinden Uzwil, Oberuzwil und Oberbüren fusionieren. Hier bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger, über den Tellerrand zu schauen und gemeinsam die Zukunft im 21. Jahrhundert zu gestalten.


2.)  Wir brauchen autofreie Zonen in den Dorfkernen, damit Leben entsteht. Logistische bzw. technische Nebenherausforderungen dürfen nicht allzu stark gewichtet werden. Was zählt, ist die Vision! Wollen wir im Dorf leben oder nach Autoabgasen stinken? 


Ich hoffe, dass ich Sie mit meinen Ansätzen überzeugen konnte und wir bald gemeinsam eine lebenswerte Gemeinde gestalten können!

 

Beste Grüsse

 

Stefan Chan

Kantonsratskandidat FDP